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Chinesische Wing Chun Kuen Schriftzeichen
Wing Chun Training Print
Meister Lok Kwong und Si-Fu Wilhelm Blech üben unter der Aufsicht von Meister Lok Yiu

In unserer Wing Chun Schule in Saarbrücken erwartet den Schüler ein ausgewogenes Trainingsprogramm, in dem Koordination, Haltung, Kraft, Beweglichkeit, Konzentration, Kondition, Reflexe und später auch Durchsetzungsvermögen und Kampftaktik geschult werden.

Beim Chisao training des Wing Chun Kung Fu

Traditionell beginnt das Wing Chun Training mit der gemeinsamen Ausführung der Siu Lim Tao, der ersten Form des Wing Chun, die bereits alle grundlegenden Bewegungen dieser Kampfkunst und Selbstverteidigung enthält. Es folgen Aufwärm- und Dehnübungen bevor zunächst in Einzelübungen und anschließend in Partnerübungen die Techniken einstudiert werden. Je nach Leistungsstand der Schüler werden sowohl Einzel- als auch Partnerübungen immer anspruchsvoller und werden auf eine realistische Selbstverteidigung ausgerichtet.

Es wird mit relativ einfachen Übungen begonnen bei denen die Schüler die Bewegungsabläufe für einen Arm erlernen, bald folgen Übungen in denen beide Arme koordiniert werden müssen, es kommt die Beinarbeit (zuerst Schritte, dann Tritte und Trittabwehr) hinzu, die Übungsabläufe werden immer komplexer und werden auf Tempo, Timing und Präzision optimiert.

Meister Lok Yiu beim Unterricht - hier mit Si-Fu Peter Kozar

Gegen Ende des Unterrichts wird meistens noch ein spezifisches Kraft- und Konditionstraining durchgeführt bevor der Wing Chun Unterricht mit der erneuten Ausführung der Siu Lim Tau abgeschlossen wird.
 
Wie die meisten traditionellen Kampfkünste wird auch die Essenz  des Wing Chun in den Formen (festgelegte Bewegungsabläufe die zum Training und zur Überlieferung der Kunst dienen) gebündelt. Die Formen bauen auf einander auf, d.h. der Schüler muss die erste Form recht gut beherrschen, bevor er aus dem Üben der zweiten Form einen Nutzen ziehen kann, usw. Es gibt drei waffenlose Formen, die die Basis des gesamten Wing Chun Systems sind.

Eine Übung des Wing Chun Kung Fu

Die erste Form, die Siu Lim Tao (Kleine Idee Form), beinhaltet bereits die wesentlichen Angriffs- und Verteidigungstechniken und gibt dem Wing Chun Schüler eine Anleitung um sich die Grundlagen dieser Kampfkunst zu erarbeiten.

Die Beherrschung eines Angreifers unter Kontakt ist eine besonders wichtige Fähigkeit die im Wing Chun vermittelt wird. Die zweite Form, Chum Kiu (Brückenform), zeigt dem Schüler Brücken bzw. Wege um Kontakt zu einem Angreifer herzustellen um ihn dann zu kontrollieren. Außerdem führt die Chum Kiu die Schritt- und Trittarbeit ein und trainiert dadurch das Gleichgewicht und die Stabilität.

Meister Lok Sang und Si-Fu Wilhelm Blech üben unter der Aufsicht von Meister Lok Yiu

In der dritten Form, der Biu Jee (Stechende Finger) wird die Beinarbeit vertieft. Darüber hinaus werden die fortgeschrittenen Angriffstechniken eingeführt. Die Biu Jee enthält auch fortgeschrittene Verteidigungstechniken mit denen man sich noch schützen kann, wenn es für die Basistechniken schon zu spät ist.

Die vierte Form, Mok Jan Chong (Holzpuppe), wird an einem Trainingsgerät aus Holz geübt. Sie fasst die ersten drei waffenlosen Formen zusammen und ermöglicht dem Wing Chun Schüler, seine Techniken mit einem "unnachgiebigen Trainingspartner" zu perfektionieren. Die Beherrschung der Holzpuppenform wird traditionell mit der Meisterschaft im Wing Chun gleich gesetzt. Mit den zwei folgenden Waffenformen können sehr fortgeschrittene Schüler ein noch tieferes Verständnis des Systems und eine noch bessere Beherrschung ihrer waffenlosen Techniken erreichen.

Meister Lok Yiu und Meister Lok Kwong beim Training mit dem Langstock

In der fünften Form, Lok Dim Bun Guan (Langstock), erlernt der Übende den Umgang mit der 2,7 m langen Stangenwaffe. Um den Langstock sicher zu führen ist ein hohes Maß an Kraft und Präzision erforderlich. Explosive Bewegungen und tiefe, kraftvolle Beinarbeit machen die Herausforderungen dieser Form aus. Die am Langstock gewonnenen Fähigkeiten können auf den Umgang mit allen zweihändig geführten Stangenwaffen (Speere, Hellebarden) verallgemeinert werden und vertiefen darüber hinaus die waffenlosen Fertigkeiten.

Meister Lok Sang demonstriert die Doppelmesser

In der sechsten und letzten Form, Bart Cham Dao (Doppelmesser), wird der Umgang mit den traditionellen Kurzschwertern vermittelt. Das Training mit den Messern erfordert und perfektioniert alle bisher gelernten Fähigkeiten, die auf den Umgang mit einhändig geführten Waffen verallgemeinert werden. Naturgemäß sind die Schwerter und ihre Form völlig kompromisslos. Der Umgang mit diesen potentiell tödlichen Waffen erfordert deshalb hundertprozentige Konzentration.

Während die Formen streng auf einander aufbauen und es viele Jahre ausdauerndes Training erfordert alle Formen zu meistern, werden die wichtigsten Partnerübungen früh vermittelt, so dass auch Anfänger mit Fortgeschrittenen trainieren und von ihnen lernen können. Die fortgeschrittenen Schüler trainieren dieselben Übungen wie die Wing Chun Anfänger, nur präziser, kraftvoller und schneller.